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DJs — die Soundmacher

DJs hatten ihre Glanzzeit in den Diskotheken, in denen sie Platten auflegten. In den 60er-Jahren machten sie sich vom reinen Plattenauflegen unabhängig und kreierten ihre eigene Musik. Sie ließen bisweilen ihr eigenes Repertoire eines Songs durch den ganzen Raum wandern und mixten, was das Zeug hielt. Nicht selten wurden mehrere Stücke übereinandergelegt, um neue Klänge zu erzeugen. Diese gab es so nicht auf der eigentlichen Schallplatte. Von den USA und England schwappte das Mixen von Stücken auch nach Deutschland herüber. Besonders die 90er-Jahre sind mit ihren extrovertierten DJs in bleibender Erinnerung.

Marusha — Queen of Techno

Marusha war in den 90ern die bekannteste DJane in Deutschland. Ihr Markenzeichen waren die grünen Augenbrauen. Ihr größter Platin-Hit Somewhere Over the Rainbow ist heute noch einer der größten Hits in der Techno-Szene und ein Klassiker. Marusha verkaufte davon weltweit mehrere Millionen Platten.

Die Techno-Queen gründete 1989 in Nürnberg einen Technoclub. Mit der Sendung Dancehall hatte Marusha eine der ersten Techno-Radiosendungen im deutschen Radio. Anfang der 90er komponierte sie eigene Songs. Ihre erste Maxi-Single kam 1994 auf den Markt. Mit Somewhere Over the Rainbow landete sie gleich aus dem Stand einen Riesen-Hit, der auf dem dritten Platz in den deutschen Charts landete. Marusha veröffentlichte noch weitere erfolgreiche Alben. Beim Plattenauflegen bevorzugte sie meist einen sportlich legeren Kleidungsstil. Die eng anliegenden Tops erinnern stark an die sportliche Mode von Aim’n, die schick und bequem ist und dafür sorgt, dass ihre Trägerin so cool ist, wie es Marusha in den 90ern war.

WestBam — Wegbereiter der Techno-Szene

Maximilian Lenz zählt zu den bedeutendsten DJs der nationalen sowie der internationalen Techno-Szene. Speziell in der Berliner Klubkultur und auch mit erfolgreichen Love-Parade-Hymnen setzte er Akzente. WestBam scratchte (rhythmisches Hin- und Herbewegen) die Platten häufig mit dem Ellenbogen.

Als Jugendlicher spielte WestBam Bass in einer Punkband. In den 80ern begann sein Erfolg als Techno-DJ. Weitere Aktivitäten hatte er als Produzent, Labelgründer sowie Veranstalter von Mayday. Und er war an der Gründung der Love-Parade beteiligt.

DJ Quicksilver — Remixer mit feinem Händchen

Auch DJ Quicksilver entdeckte in den 90ern seine Qualitäten an den Turntables. Diese stellte er bei einem DJ-Contest beeindruckend unter Beweis, sodass er rasch zum gefragten DJ in der Szene wurde. DJ Quicksilver ist als ein eher stiller Star bekannt. Jedoch ist er einer der meistgebuchten und bejubelten DJs weltweit. Schon viele Jahre reist er um die Welt und bringt die angesagtesten Klubs zum Brodeln.

Da die Techno-Szene in den 90ern ihren Boom hatte, war sie gespickt mit vielen tollen DJs. Mit Kai Tracid und Sven Väth kamen ebenfalls gute und bekannte DJs in die Dscos und Klubs.

ashe