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Avicii – Ausnahme-DJ mit tragischem Schicksal

Eine oft zitierte Redewendung fällt vielen Menschen ein, wenn sie von der Person des DJs Avicii hören und sprechen: Er war ein Stern, der zu hell leuchtete und bald verglühte. Aviccii gehörte zu den erfolgreichsten DJs der 2000er Jahre. Doch auch er kam mit den Schattenseiten des Erfolgs nicht klar. Stress, Depressionen und Krankheiten machten ihm das Leben schwer. Bis er sich entschied, freiwillig aus dem Leben zu scheiden.

Erste musikalische Versuche

Avicii wurde am 8. September 1989 als Tim Bergling im schwedischen Stockholm geboren. Das musikalische Talent wurde ihm nicht gerade in die Wiege gelegt, sein Vater war Manager, seine Mutter Schauspielerin. Dennoch zog es den kleinen Tim früh zur Musik. Er war gerade acht Jahre alt, als er schon zu musizieren anfing. Als Teenager machte er sein Schlafzimmer zu einem Tonstudio. Ausgestattet mit kaum mehr als einer Gitarre und einem Computer begann er seine ersten Lieder zu produzieren. Der Computer als Musik-Instrument bestimmte zugleich den musikalischen Stil, an dem er sich versuchte. Seine ersten Schritte in der musikalischen Welt machte Tim auf dem Feld der House-Musik.

Steile Karriere

Der Computer und das damit zusammenhängende Internet waren auch ausschlaggebend für die ersten Popularitätsschübe des jungen Musikers. Tim erstellte auf einer Online-Plattform ein Profil, nannte sich fortan Avicii und begann, seine ersten Songs publik zu machen. Die ersten Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Es folgten Angebote für Plattenverträge und dann die ersten Songveröffentlichungen. Seine ersten Lieder, darunter die Cover-Version von Faithless‘ Klassiker Insomnia, brachte er noch als Tim Berg an den Mann.

Nach diversen Cover-Versionen und Kollaborationen mit anderen Künstlern wie Leona Lewis feierte Avicii 2011 mit Levels seinen ersten internationalen Erfolg. Zwei Jahre später erschien mit True sein lange fälliges Debütalbum, das in mehreren Ländern, darunter Großbritannien, USA und Deutschland, in den Top Ten der Charts landete. Nachdem Avicii schon 2012 für Levels einen Grammy für den besten Song des Jahres erhalten hatte, wurde er nun dank True mit demselben Preis als Künstler des Jahres ausgezeichnet. Auf dem Erfolg ruhte sich der DJ nicht aus. Im Gegenteil, Avicii veröffentlichte mit Stories und Tim zwei weitere Studioalben, diverse Singles und ging weltweit auf Tour. Er war nun nicht nur einer der erfolgreichsten DJs der Welt, sondern avancierte auch zur Stilikone. Auf der Plattform des Kids Brand Store konnten jüngere und ältere Fans des Musikers ein Accessoire erwerben, das zu seinem Markenzeichen wurde: das Cappy, das Avicii gerne umgekehrt aufsetzte.

Krankheiten, Sucht und Tod

Avicii stand im Rampenlicht, doch den Erfolg musste er teuer erkaufen. Der Stress der Arbeit und das aufreibende Tourleben hatten auch ihre Schattenseiten. Der Musiker erkrankte wegen übermäßigem Alkoholkonsum an Pankreatitis. Neben den körperlichen nahmen auch die geistigen Probleme zu. Avicii litt zunehmend an Depressionen. Statt sich zu erholen, setzte sich er weiter dem Arbeitsstress aus – was wiederum seinen Gesundheitszustand verschlechterte. Dem Teufelskreislauf glaubte er, durch eine radikale Handlung entkommen zu können. Am 20. April 2018 nahm er sich das Leben. Wenig später veröffentlichte seine Familie einen Grund für die Tat: Ihr Sohn wollte am Ende Frieden haben.